Charel Theisen

MSc Data Science Student

Seminar: Strategic Management in Banking – Trends im Kostenmanagement von Banken

Das Geschäfts- und Betriebsmodell der deutschen Banken wird seit der Finanzkrise fortlau- fend auf den Prüfstand gestellt. Der Vertrauensverlust der Kunden, die hohen Anforderun- gen der Aufsichtsbehörde, das langanhaltende Niedrigzinsumfeld und das stetige Voran- schreiten der Digitalisierung stellen Banken derzeit vor große Herausforderungen. Inwieweit das Bankengewerbe diesen gewachsen ist, bleibt allerdings abzuwarten. Dennoch ist bereits heute deutlich zu erkennen, dass einige Maßnahmen ergriffen werden, um weiterhin am Markt bestehen bleiben zu können, allerdings in einem veränderten Format. Zu den direkt sichtbaren Veränderungen gehören insbesondere die großflächigen Filial- schließungen, die Banken schon seit einigen Jahren betreiben. Im Hinblick auf die Verbes- serung der Ertrags- sowie Kostenlage, wird diese prekäre Lage voraussichtlich noch länger andauern. Die Banken nennen dabei mehrere Gründe, womit sich Standortschließungen erklären lassen. Zum einen ist es der Bankkunde selbst, der vermehrt weniger Interesse an einer Beratung vor Ort in der Filiale bekundet und damit ein Bestehen der Filialen als frag- würdig erscheinen lässt. Zum anderen sind es aber auch die unzähligen Wettbewerber, ins- besondere die des Onlinegeschäftes, die auf den ursprünglich eher traditionellen Markt der Banken drängen und somit den Wettbewerbs- und Kostendruck erhöhen. Während bei- spielsweise Onlinebanken Privatkredite zu deutlich günstigeren Konditionen anbieten kön- nen, können Banken wie zum Beispiel die Deutsche Bank aufgrund der höheren Kosten- struktur mit diesen Konditionen nicht mithalten. Die Folge: Banken, mit größeren Filialnet- zen, mehr Personal und höheren Kosten müssen sich neu orientieren und Sparmaßnahmen ergreifen, um auch in der heutigen Zeit noch rentabel wirtschaften zu können. Somit gewinnt ein effektives Kostenmanagement immer mehr an Bedeutung. Dabei stehen Banken aller- dings vor einem Dilemma. Auf der einen Seite erfordert das digitale Zeitalter immer mehr Investitionen in neue Technologien, wodurch die Kosten zunächst steigen werden. Zudem lassen sich aufgrund des derzeitigen Niedrigzinsumfelds kaum noch Erträge generieren. Beide Dimensionen erschweren es, die Ertragslage der Banken wieder in einem positiven Licht erscheinen zu lassen. Dabei ist die Maßnahme Filialen zu schließen eines der offen- sichtlichsten Mittel, um auf Veränderungen im Markt zu reagieren. Dennoch ergreifen Ban- ken weitaus mehr Maßnahmen, um ihre ineffizient gewordene Kostenstruktur aufzupolieren und somit ihre Konkurrenzfähigkeit zu sichern. Hierzu zählen beispielsweise der Ausbau der IT, vermehrtes Outsourcing von Dienstleistungen und die Anpassung von Finanzlösungen an die veränderten Marktbedingungen. Im Folgenden wird zunächst der Begriff Kostenma- nagement und dessen Rolle im Finanzsektor definiert. Im darauffolgenden werden die Berei- che IT, das Outsourcing von Dienstleistungen, die Anpassung von Bankprodukten und die Regulatorik näher beleuchtet. Hierdurch soll ein Überblick über die derzeitigen Trends im Kostenmanagement von Banken gegeben werden. Abschließend folgt eine Zusammenfas- sung als Fazit sowie ein Ausblick über die möglichen zukünftigen Einflüsse auf die Trends im Kostenmanagement.

Bei Interesse können Sie die gesamte Arbeit per eMail anfordern.

Thesis: Market reactions to the SEC approval of a CEO pay ratio disclosure rule

On August 5th 2015, the Securities Exchange Commission (SEC) adopted a pay ratio disclosure rule for public companies in the United States. This new rule requires companies to disclose the ratio of the annual compensation of the Chief Executive Officer (CEO) in relation to the median of the annual total compensation of the entire company’s employees. Although the rule excludes small companies, foreign private issuers and emerging growth companies, nearly 3,600 firms will have to publish their ratio from 2018 onwards.

 

The CEO pay ratio has been approved by the SEC to increase transparency within companies to help investors and shareholders make decisions, especially regarding their say on pay votes to judge the pay equity of a firm. Thus shareholders get more information about a firm as well as about the firm’s pay ratio, which could influence their decisions regarding their say on pay votes. Another reason the SEC introduced the new disclosure rule is to limit the increase of CEO compensation. It is noticeable that from the late 1970s until 2013 CEO compensations rose by about 937%.

As a consequence of this new rule, companies have two options to influence the pay ratio. If it is considered to be too high, they can lower the CEO compensation or increase the wages of the employees to raise the median. These two choices can have a considerable impact on the firm’s profit. Furthermore, a high pay gap can negatively affect employee morale and the work climate of the whole company due to the pay inequity. Moreover, high pay ratios can have an adverse impact on a firm’s sales and reputation.

 

This new ratio is supposed to help shareholders, which is why it is important to analyse how the stock market reacted to this disclosure rule and how it has changed the shareholder’s wealth. Nevertheless, the new rule can have a few negative impacts, for example implementation costs, negative press coverage and unfavourable influence on the working morale, only to name a few of the possible

consequences. However, transparency will increase and there will be less information asymmetries, which may lead to a decrease of the cost of capital and an increase in the firms’ stock liquidity. An analysis of market reactions will reveal, if and how shareholders reacted to this new disclosure rule. With the help of market reactions data and prior literature, it is possible to find explanations for the shareholders’ reactions.

 

 

The impact the adoption of the pay ratio disclosure rule has had on stock markets can be measured by an event study. This study tries to find out, if there were any market reactions to the SEC proposal and approval. The finding of abnormal returns at the event day can be explained by different hypotheses. In this research, I am going to analyse the companies of the S&P 500 since all these firms are affected by the new disclosure rule.

 

The SEC received over 287,000 comment letters, which shows that many companies, investors and shareholders were involved in and concerned about the new rule. As there were that many stake- and shareholders who tried to lobby the SEC aggressively, there is a need to analyse the new rule and to evaluate the related market reactions.

 

To gain insight into investors’ expectations regarding the pay ratio disclosure rule, I am going to analyse the abnormal returns by using an event study covering two different events. Considering the publication dates of the pay ratio disclosure rule, I determined the first event based on the day the SEC proposed the new rule in 2013. The second event to observe is in 2015, when the SEC eventually approved the rule. I am going to analyse the abnormal returns to find out if there were any market reactions to the announcement and approval of the pay ratio disclosure rule. In addition, cross-sectional tests allow us to determine if CEO compensation, (estimated) pay ratio or firm value have an influence on stock prices.

Interested in reading my bachelor thesis? Just send me an eMail and I will send you my analysis.

Seminararbeit: Über welche Themen twittern Wirtschaftsjournalisten? – Eine explorative Analyse

Twitter wurde im Jahr 2006 gegründet und wuchs in den folgenden Jahren rasant. Mit über 316 Millionen aktiven Nutzern und 500 Millionen Tweets pro Tag verbreiten sich Nachrichten in Sekundenschnelle. In dieser hohen Anzahl an aktiven Nutzern sind auch Journalisten diverser Print- und Digitalmedien inbegriffen. Etwa 59% der Journalisten weltweit besitzen einen Twitter-Account, verfolgen diesen Microblogging-Dienst und nehmen aktiv daran teil.

Die vorliegende explorative Analyse versucht, die unterschiedlichen Methoden und die Themen-Auswahl von verschiedenen deutschen Wirtschaftsjournalisten darzulegen. Digital Natives bevorzugen digitale gegenüber Printmedien und suchen sich Informationen auf Internetdiensten wie Twitter. Durch die hohe Anzahl an Mitgliedern und die Schnelligkeit, mit der sich Nachrichten auf Twitter verbreiten, erreicht der Internetdienst viele Nutzer, was besonders für Firmen und den Kapitalmarkt von besonderer Bedeutung ist. Twitter wird von Investoren als Informationsdienst benutzt und unter deren Twitter-Abonnenten, auch Followings genannt, befinden sich zahlreiche Journalisten.

In dieser Studie werden die Eigenschaften der Tweets von insgesamt 30 verschiedenen Journalisten analysiert. Überprüft wird, wie die Journalisten ihre Meinung über Unternehmen in Form von Tweets veröffentlichen. Ein weiterer grundlegender Aspekt ist, ob die Journalisten eine eigene Berichterstattung im Sinne des investigativen Journalismus ́ leisten oder lediglich Informationen von Unternehmen weiterleiten.

Ziel ist es, durch die Auswertung der Daten zu analysieren, inwiefern sich die Themen der verschiedenen Journalisten unterscheiden und in welcher Form die Nachrichten auf Twitter verbreitet werden. Durch diese Erkenntnis kann man ableiten, ob Twitter als Informationsdienst für Unternehmensnachrichten geeignet ist.

Die ganze Analyse der Tweets von Wirtschaftsjournalisten können Sie per eMail anfragen.